Tätowierfarbe - Kein Giftmüll, sondern ein wissenschaftliches Spitzenprodukt



Unter der fachkundigen Aufsicht von Dipl. Ing. (FH) Michael Dirks, wirkt TM-Redakteur Heiko bei der Herstellung einer Tattoo-Farbe mit. Das Mischen der Tattoo-Farben erinnert an das Rühren eines Kuchenteigs. Nur dass es  viel genauer zugehen muss.

Man könnte meinen, Tätowierer würden ihren Kunden so ziemlich jeden Dreck in die Haut prügeln, den sie irgendwo aufgabeln können. Glaubt man dem ganzen Gewäsch, das sich die Kollegen, teilweise sogar von namenhaften Zeitungen, so aus den Fingern saugen, stehen in China Hundertschaften von Billiglöhner parat, die nichts besseres zu tun haben als Lack von alten Rostmühlen abzukratzen, diesen am besten mit Spucke, Urin oder verkeimtem Wasser anzurühren und in Europa als Tattoo-Farbe zu verkaufen. Dabei sind die Zeiten in denen Tätowierer ihre Farben selbst, aus abgekochter Tusche, herstellten, längst Geschichte. Viel zu aufwändig ist die Prozedur und ohnehin gibt es inzwischen auf dem Markt eine große Auswahl an erschwinglichen Farben von guter Qualität, die unkompliziert geordert werden können. Außerdem gibt es gesetzliche Regelungen, die genau festlegen, welche Stoffe in Tätowierfarben verwendet werden dürfen und welche nicht. Eine Tätowierfarbenverordnung ist bereits auf dem Weg, das Datum ihrer Inkraftsetzung steht allerdings noch aus. Bis diese Verordnung greift, gilt einleitend der §4 (1) Satz 3 des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittel-Gesetzbuches (einzusehen unter http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/lfgb/gesamt.pdf), welcher seit dem 01.09.2005 geltendes Recht ist. Dieser deklariert, dass Tätowiermittel mit kosmetischen Mitteln vergleichbar und genauso zu handhaben sind. Es wird festgelegt, welche Pigmente und Zusätze zugelassen sind, welche Reinheitskriterien erfüllt werden müssen und welche Sicherheitsbewertung vorzunehmen sind, bevor ein kosmetisches Mittel auf den Markt kommt. Verantwortungsbewusste Hersteller produzieren nach diesen Vorgaben. Manche, wie der Dipl. Ing. (FH) Michael Dirks, erlegen sich eigenverantwortlich sogar noch höhere Standards auf. Michael Dirks’ – in der Szene als »Michl« bekannt – Standards gehören wohl zu den Höchsten. Er verzichtet in seinem Farben-Sortiment »Hautcutür« gänzlich auf Azopigmente und führt wissenschaftliche Tests durch, welche die geforderten Prüfungen bei Weitem übersteigen. Ich habe Michl in Esslingen besucht, mir seine Vorgehensweise angeschaut und mit ihm über seinen Werdegang gesprochen. Eine Geschichte die zeigt, wie professionell die Szene tatsächlich mit dem Thema Tattoo-Farbe umgeht und dass es sogar offizielle Institutionen gibt, die einen dabei unterstützen.

Frau Prof. Dr. von Seggern, die gute Fee in Michls Karriere-Entwicklung, diskutiert mit ihrem ehemaligen Studenten an der Esslinger Hochschule über Azopigmente.

Michl stammt ursprünglich aus München und hat nach dem Abitur eine dreijährige Ausbildung zum Lacklaboranten absolviert. Während eines Tags der offenen Tür der Esslinger Hochschule entdeckte er die Vielseitigkeit seines Berufsfeldes und entschloss sich weiter zu studieren. Eine Vorlesung zum Thema »Patentrecht« gab Michl die Möglichkeit sich mit einem Forschungs-Gegenstand zu beschäftigen, der ihn persönlich faszinierte – Tätowierfarben. Der Dozent verkündete, dass Deutschlands Ingineure initiativ denken und in der Lage sein müssten Neuentwicklungen zu kreieren und Patente schreiben zu können. Michl, der sich kurz davor sechs Stunden lang auf der Stuttgarter Tattoo-Convention hatte tätowieren lassen, kam die Idee, dass man an den Tattoo-Farben bestimmt etwas verbessern könnte.

»Wir testen unsere Farben!«, so der Slogan auf einer Hautcutür Reklame. Das diese Behauptung der Tatsache entspricht, beweist schon Michls »Test-Bein«, ein wissenschaftliches Kunstwerk, mit Potenzial zur »coolen Sau des Jahres«. Schaut man genau hin, entdeckt man überall Löcher. Dort wurden Michl Proben zur Untersuchen entnommen.

Er meldete eine Projektarbeit mit dem Titel »Optimierung des Eigenschafftsniveaus von Tätowierfarben« bei seiner Professorin Prof. Dr. rer. nat. Dipl. Chem. Elke von Seggern an. Die Leiterin des organischen Chemie-Labors der Hochschule Esslingen begegnete dem Thema mit großem Interesse und arbeitete gemeinsam mit Michl den Inhalt der Projektarbeit aus.

Zuerst erfasste Michl was auf dem Markt an Tätowierfarben und Literatur zum Thema vorhanden war, versuchte dann Rezepte ausfindig zu machen und stellte schließlich eine Tätowierfarbe nach. Keine leichte Aufgabe!
Da es zum damaligen Zeitpunkt noch keine Etikettierungspflicht gab, fing Michl quasi bei Null an. Die einzigen Grundbestandteile die er kannte waren Alkohol, Glycerin und Pigment, die einfach zusammen genommen nie eine tätowierbare Farbe ergaben.

Dipl. Ing. Michael Dirks zur Autolack-Diskussion:
»Im Prinzip unterscheidet sich die heutige Tätowierfarbe, wenn wir nach der Begriffsdefinition (DIN) gehen, nicht von einem Lack (Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Lack). Der wohl größte Unterschied von Autolack zur Tätowierfarbe ist und bleibt aber das Bindemittel/Lösemittel-System. Während wir in Tätowierfarben Glycerin und unbedenkliche Polymere als Bindemittel und einfache Alkohole wie Isopropylalkohol verwenden (klinischer Geruch), werden in Autolacken zusätzlich zu anderen Bindemittel auch noch Weichmacher, Entschäumer und aggressivere Lösemittel eingesetzt.

Es ist, entgegen aller Presseaussagen, unwahrscheinlich mit Autolacken zu tätowieren, da der Feld/Wald/Wiesenmensch nicht wirklich an Autolacke, sondern allerhöchstens an Autoreparaturlacke aus dem Baumarkt herankommt!
Diese sind aber erstens in Sprays abgefüllt, riechen zweitens äußerst intensiv (Klebstoff-artig),  da sie einen anderen Dampfdruck haben als Tätowierfarben, damit die lackierten Teile schneller trocknen, und enthalten drittens häufig Lösemittel, die in der Lage sind, die alten Lackschichten anzulösen. Den Geruch könnten wir vielleicht ignorieren, ich denke jedoch, dass der Schmerz beim Tätowieren eines solchen Lösemittels nicht ignoriert werden könnte. Wir würden uns ziemlich schnell aus dem Behandlungssessel winden!

Die Pigmente sind, zusammen mit Wasser und Isopropanol, die einzigen Substanzen, die in einem Autolack und einer Tätowierfarbe identisch sein könnten. Die gleichen Pigmente kommen in der Kosmetik zum Einsatz, aber niemand sagt, dass Autolack in Wimperntusche oder Make-up zu finden ist, nur weil die gleichen Pigmente enthalten sind.

Es handelt sich hier um eine Halbwahrheit mit Tendenz zum absoluten Schwachsinn!«



Laboralltag: Lack-Chemikerin Michi und Biotechnologe Tom bei den üblichen Kontroll Untersuchungen.

Verbissen forschte er weiter, sprengte den für die Projektarbeit angesetzten Zeitrahmen von 60-80 Stunden und tüftelte ein ganzes Semester an der kniffligen Aufgabe, bis er schließlich eine Farbe hatte, die einigermaßen unter die Haut ging, was er mit der Hilfe von freundlich gesonnenen Tätowierern am eigenen Leib prüfte. Glücklicherweise nahm sich Silja (Tattoo Silja & Britt, Stuttgart) seiner an, denn nicht alle Tätowierer waren von Michls Ausführungen begeistert. Viele sahen in ihm nur einen weiteren Typ, der die Tattoo Branche nutzen wollte um schnelles Geld zu machen. Später entschloss sich auch Maik Frey (Die Wilde 13, Esslingen) Michl zu unterstützen, da er merkte, dass sich der Student ernsthaft mit der Sache beschäftigte.

Tätowierfarben von Hautcutür. Frei von Azo-Pigmenten und mittels wissenschaftlicher Verfahren auf ihre unbedenklichkeit geprüft.

Die Tattoo-Ergebnisse flossen mit in Michls Projektarbeit ein. Mit einer Mischung aus Zähneknirschen und Schmunzeln nahm Frau Prof. Dr. von Seggern die Selbstversuche zur Kenntnis. Längst war ihr und den Kommilitonen klar, dass Michl, der sich selbst wie in den Chemie-Gründerzeiten fühlte, in denen man noch alles selbst an sich experimentierte, es zwar drauf hatte in puncto Lack-Chemie, dass er aber einfach nicht in ein konventionelles Ingenieursbüro passen würde. Michl, der in der Industrie schon negative Erfahrungen zum Thema »langhaariger Tätowierter« hatte sammeln müssen, freut sich heute über die objektive Beurteilung seines Schaffens an der Esslinger Hochschule: »Es ist die oberste Prämisse meines jetzigen Daseins, dass Leistung anerkannt wird und nicht die Optik,« verkündet er stolz.

Den vollständigen Artikel findet ihr in der November Ausgabe vom Tätowiermagazin !

Text: Heiko
Bilder: Heiko, Hautcutür

No regrets - lächerliche Tattoos

No regrets - tattoos

Es gibt Tattoos und es gibt Tattoos.
Ich hab hier ja schon das ein oder andere Prachtexemplar gezeigt und bin selbst auch kein Kind von Traurigkeit bei der Auswahl meiner Motive (das nur, um bestimmte Kommentare vorweg zu nehmen…), aber was Aviva Yael und P. M. Chen in ihrem Buch No Regrets: The Best, Worst, & Most #$%*ing Ridiculous Tattoos Ever zusammengetragen haben, ist schon ein ganz anderes Kaliber.

Die Leute von radaronline.com haben ne Galerie gebastelt, in der der ein oder andere Knaller gezeigt wird. Ganz vorne dabei sind natürlich de beiden Einhörner, die Ihr auf dem obigen Bild sehen könnt. :-)

Wer mir schon immer mal was schenken wollte, sich aber bislang nicht getraut hat oder schlicht und ergreifend nicht wusste, über was ich mich so freuen würde, der kann bedenkenlos zu diesem Buch greifen…

Die Tätowierer in Japan werden als Meister verehrt. Kein Wunder, ihre Werke sind echte Körperkunst.

Kyoto, Japan. Madoka sitzt mit einem Mundschutz auf einem Stuhl, den Blick starr auf den Arm seines Kunden gerichtet. Er sticht ihm ein Tattoo in Form eines japanischen Drachentöters. Schon beim ersten Blick auf sein Werk fällt auf: Das sind hier keine trist-grünfarbenen Motive von der Stange, sondern echte Meisterstücke in schillernder Buntheit. Die Tattoo-Kultur in Japan ist mit dem oft anrüchigen Hinterhof-Charme europäischer Körperzeichnungen kaum zu vergleichen. Die Macher heißen "Sensei" und werden als Meister geachtet. Für Kunden ist es eine Ehre, sich von einem Sensei verzieren zu lassen. Meist halten beide Seiten ihre Beziehung auch nach dem Besuch im Studio aufrecht. Private Treffen und gemeinsamer Austausch sind keine Seltenheit. Unglaubliche VielfaltKlassische Motive sind in Japan gerade absolut angesagt, allerdings erst mit Verzögerung. Denn zunächst stieg die Nachfrage im Ausland, ehe die Welle nach Japan schwappte. "Wir Japaner haben die Tendenz, ständig ins Ausland zu schauen und die Dinge erst dann schätzen zu lernen, wenn sie in anderen Ländern Mode geworden sind - das ist so etwas wie ein Mangel an kulturellem Selbstbewusstsein", meint Madoka. Seine Werke und die anderer Tattoo-Künstler zeigt jetzt der Bildband "Tattoo in Japan". Die Vielfalt an Motiven und Einflüssen ist unglaublich. In Kyoto gibt es zum Beispiel andere Trends als in Tokyo. Die Palette reicht von japanischen Motiven über Mainstream bis zu Underground. Bei einigen Tattoos bleibt dem Betrachter schlicht der Mund offen stehen. Vom Schädel- bis zum Ganzkörper-Tattoo gibt es alle Facetten der Kunst zu bewundern. Tattoo-FaibleManami Okazaki ist freie Journalistin und Autorin des Bildbands. Sie wurde mit 19 Jahren selbst von einem Meister tätowiert. Die gebürtige Australierin lebt seit 2002 in Japan und hat seit ihrer Tätowierung ein Faible für diese Kunstform entwickelt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Tattoo in Japan

Von Manami Okazaki

Verlag: Edition Reuss
Erscheinungsdatum: 2008

Weitere Infos:
ISBN 978-3-934020-64-1,
Format 24,5x31,5 cm, 320 Seiten
Über 250 Abbildungen

Preis: 89,00 Euro

Von Andreas Buchmann

Britischer Pastor empfiehlt Tätowierungen für Homosexuelle

Mit bizarren Äußerungen zu Homosexuellen hat ein anglikanischer Pfarrer in Großbritannien seine Vorgesetzten gegen sich aufgebracht. Schwule sollten verpflichtet werden, sich den Spruch "Sodomie gefährdet die Gesundheit" auf den Hintern tätowieren zu lassen, schrieb der Geistliche Peter Mullen aus London in seinem Internet-Blog. Auf den Wangen sollten Homosexuelle die Worte "Fellatio tötet" tragen. Die Diözese London forderte Mullen auf, seine "sehr beleidigenden" Äußerungen aus dem Internet zu entfernen. Dem "Evening Standard" sagte Mullen, seine Bemerkungen seien als "kleiner Scherz" gemeint gewesen.

Er habe "absolut nichts gegen Homosexuelle", versicherte der 66-jährige Mullen. Viele seiner Freunde seien schwul.

London (AFP)

Eyeball Tattoo - Real Visual Destruction

Dieses Video ist für Jugendliche unter 18 Jahren möglicherweise nicht geeignet.



Von: KillBoyMotz

Die Regeln fürs Piercing

Wer darf? Wer zahlt? Wer haftet für Schäden?

Piercings beschäftigen manchmal auch Krankenkassen und Gerichte. Foto: AP

(RP) Manche Erwachsene sehen es nur als Körperverletzung an, doch viele Jugendliche stehen auf einen Ring, der durch Lippe, Nase oder Zunge gezogen ist. Mit diesem Piercing müssen sich immer wieder auch Ärzte, Kassen und Gerichte beschäftigen. Um was geht es?
Minderjährige Sie brauchen das schriftliche Einverständnis eines Erziehungsberechtigten. Der Verband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland fordert ein generelles Verbot von Piercing und Tätowierungen bei Minderjährigen, da die Infektionsgefahr groß sei und Dauerschäden nicht selten seien.
Wer darf piercen? Juweliere, Friseure, (ganz wenige) Ärzte und Tätowier- und Piercingsstudios bieten Piercing an. Gesetzliche Regelungen gibt es nicht. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof befand am 2. Februar 2000 aber, dass zumindest dann, wenn das Piercing mit örtlicher Betäubung gemacht wird, Personal mit entsprechenden Fähigkeiten – also Heilpraktiker oder Arzt – nötig ist (Az.: 8 TG 713/99). In Piercing-Studios ist absolute Hygiene erforderlich: Behandelt werden muss in einem separaten Behandlungsraum, das Werkzeug muss sterilisiert sein und der Piercer Einmalhandschuhe tragen.
Schadenersatz Der Piercer kann unter Umständen in Haftung genommen werden, wenn er negative Folgen verschuldet oder auf mögliche piercing-bedingte Folgeschäden nicht hingewiesen hat. In einem älteren Fall, bei dem einer Klientin die Teilamputation der Zunge drohte, wurde der Piercer vom Amtsgericht Neubrandenburg zu 600 Mark Schmerzensgeld verurteilt (Az.: 18 C 160/00).
Krankenkassen Wer aus freien Stücken einen Eingriff an seinem Körper vornehmen lässt, muss die gesundheitlichen Folgen selbst mit tragen (wenn etwa eine vereiterte Piercing-Wunde behandelt werden muss). Die gesetzlichen Krankenkassen müssen die Betroffenen „in angemessener Höhe“ an den Kosten beteiligen. Sie haben vereinbart, dass den gepiercten Patienten im Regelfall die Hälfte der Behandlungskosten in Rechnung gestellt wird. Auch das Krankengeld für die Dauer dieser Behandlung können sie ganz oder teilweise versagen beziehungsweise zurückfordern.
Ärzte Ärzte und Krankenhäuser sind seit Juli dieses Jahres verpflichtet, bei Piercing-Patienten den Krankenkassen „die erforderlichen Daten mitzuteilen“.
Piercen im Job Normalerweise geht es den Arbeitgeber nichts an, wenn Mitarbeiter sich piercen lassen. In „konservativen“ Branchen – etwa im Bankgewerbe – könnte Piercing aber geschäftsschädigend sein. Der Arbeitgeber darf dann sichtbares Piercing untersagen. Auch die Arbeitssicherheit darf nicht gefährdet werden. So entschied das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein 1995, dass Personal in Medizinbetrieben wegen der Gefahr einer infektiösen Übertragung keinen Piercing-Schmuck tragen darf (Az: 4 Sa 467/95).
ROLF WINKELTechnorati-Tags: , ,

Hilberts Kunst geht unter die Haut

Roberto Hilbertzoom
Auch ohne Trikot sehenswert: Roberto Hilbert.Foto: Baumann

Stuttgart - Tätowierungen? Nein danke, hieß es früher. Die Körperbilder hatten das Stigma des Matrosen oder Sträflings. Ein Schmuddel-Image. Heute schmücken die Bilder die Körper von Models und Popstars wie Heidi Klum oder Robbie Williams. Aber die von Fußball-Ikone David Beckham oder von Lieschen Müller. Aber ganz gleich ob Normalo oder Promi - allen ist eines gemein: Sie tragen Kunst zur Schau, die buchstäblich unter die Haut geht. Auch bei VfB-Profi Roberto Hilbert.

Nur in einem unterscheiden sich die Menschen, die sich mit einer Nadel Farbe unter die Haut treiben lassen. Fast jeder hat ein anderes Motiv, sich der nicht ganz schmerzfreien Prozedur hinzugeben. Mal ist es politischer Protest oder der Ausdruck von Unangepasstheit. Mal geht es um die Verstärkung sexueller Reize oder um religiöse Gefühle. Aber für viele andere ist es einfach nur Schmuck. Zu dieser Gattung zählt Roberto Hilbert. Seit er Tattoos bei seinen Freunden in Fürth entdeckt hat, findet er sie einfach nur gut.

Lange Zeit ging es ihm aber wie jedem Kunstliebhaber: Nicht alle Bilder, die man schön findet, kann man auch besitzen. "Ich habe lange überlegt, was ich mir überhaupt machen lassen soll", erzählt der 23-Jährige über die Anfänge seiner Leidenschaft, die bei einer Reise durch die USA erst richtig entflammte. Das war im Winter 2006 in Pittsburgh. Er hat ein Bild gesehen, sich darin verliebt und es sich schließlich machen lassen. Nach sechs Stunden Quälerei war das erste Werk fertig. Seither - so gibt der Mittelfeldspieler zu, "sind Tattoos fast zu einer Sucht geworden".

Sobald Hilbert ein bisschen mehr freie Zeit hat, wächst das Bild an seinem Körper. Erst im Sommer 2007 bei einem Portugal-Trip. Und zuletzt in diesem Sommer in einem Tattoo-Studio in Stuttgart-Obertürkheim. So entstand ein Grundriss zwischen Erotik und Exotik. Allerdings nur für den Betrachter. Hilbert selbst will mit seinem Tattoo keine Botschaft vermitteln. "Das Bild hat keine Aussage oder Bedeutung", erklärt er. Es geht ihm und seiner Frau Saba - sie sucht die Motive zusammen mit ihm aus - in erster Linie um Ästhetik. Die Schönheit, die in Wechselwirkung zwischen der Ornamentik und dem Körper eines Hochleistungssportlers entsteht. "Ich will dabei kein Kunstwerk oder Künstler sein, sondern nur präsentieren", sagt Hilbert.

Bei aller Exklusivität und Darstellungsfreude - das Tattoo hat für Roberto Hilbert auch einen tieferen Sinn. So muss es wohl auch sein. Schließlich lässt sich das Ganze nicht einfach morgens beim Duschen abwaschen. Ein Tattoo hat den Charakter von Ewigkeit - und fester Bindung. So hat es auch für Hilbert eine tiefe emotionale, ja vielleicht sogar eine existenzielle Bedeutung. Gerade in dem Moment, wenn sich die größte Anspannung des Profi-Fußballers beim erfolgreichen Torschuss entlädt, wird diese verborgene Botschaft sichtbar. Er krempelt seinen Trikotärmel hoch, küsst sein Tattoo am Unterarm und strahlt. Ein symbolhafter Akt mit konkretem Bezug: In dem Tattoo sind die Namen seiner Frau und die seiner Kinder (Shakira, Louis, Nando) verborgen. So wird aus dem Torjubel ein Treuebekenntnis zur Familie und zu seinen zwei Leidenschaften: Fußball und Tätowierungen.

Und wenn Hilbert spektakulär ins Tor trifft, ist es beidesmal Kunst, die einem unter die Haut geht.

Weitere Informationen finden sich
hier: www.hilbert19.de
Martin Haar - STUTTGARTER NACHRICHTEN

Piercing-Träger sind jung

Laut Umfrage haben 14,1 Prozent der tätowierten Deutschen ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von 2500 bis 3500 Euro. Beliebt sind Tattoos auch bei Menschen mit geringem Einkommen, nicht aber bei den mittleren Einkommensschichten und den Reichen. Die meisten Gepiercten nannten ein Einkommen unter 1000 Euro - viele dürften Schüler und Studenten sein, denn die meisten Piercing-Träger sind zwischen 19 und 24 Jahre alt. 6,6 Prozent der Gepiercten haben Abitur, 6,1 Prozent Mittlere Reife. 10,7 Prozent der Tätowierten haben einen mittleren Abschluss, 8,0 Prozent Hochschulreife.Die beliebtesten Körperstellen für die Verschönerungen sind die Arme, die Ohren und der Rücken. Marplan hat dabei nicht mehr nach Tattoos und Piercings getrennt. Dass man so viele gepiercte Nabel sieht, liegt vermutlich daran, dass dieser Schmuck am beliebtesten bei jungen Mädchen ist, die gern bauchfreie Oberteile und tief sitzende Hosen tragen.

Quelle: D.O.T

Jeder zehnte Deutsche ist tätowiert


Fast jeder zehnte Deutsche hat ein Tattoo, mehr als jeder zwanzigste ein Piercing. Eine Umfrage des Offenbacher Meinungsforschungsinstituts Marplan ergab, dass 9,5 Prozent tätowiert und 5,5 Prozent gepierct sind. Bei Männern sind Tattoos beliebter als Piercings: 10,5 Prozent haben eine Körperbemalung, aber nur 2,6 Prozent Ringe und Knöpfe im Körper. Bei Frauen sind beide Formen des Körperschmucks gleichermaßen begehrt. Marplan hatte im Sommer 2507 Personen befragt. Die meisten Tätowierten gehören demnach zu den Besserverdienern, die meisten Gepiercten haben Abitur.

Quelle: D.O.T.

Komplikationen mit Tattoos können teuer werden


+ Ob Tattoo oder Piercing: Grundsätzlich ist beim Körperschmuck ein hohes Maß an Hygiene wichtig, und bestimmte Standards sollte ein Studio diesbezüglich erfüllen.
Foto: Wildthing Tattoo & Piercing GbR / Jörg C. Alda

Hamburg. Ob ein Ring in der Nase oder das berühmte "Arschgeweih" – über den ästhetischen Wert von Piercings und Tätowierungen lässt sich streiten. Fest steht, dass es sich nicht um einen medizinisch notwendigen Eingriff handelt. Deshalb können gesetzlich Versicherte neuerdings zur Kasse gebeten werden, wenn durch Komplikationen Folgekosten in einer Arztpraxis entstehen. So sieht es die Gesundheitsreform vor, deren Neuregelungen im April 2007 in Kraft traten.

Seitdem, so heißt es im Gesetzestext, hat die jeweilige Krankenkasse "die Versicherten in angemessener Höhe an den Kosten zu beteiligen", wenn die Krankheit durch eine Tätowierung oder ein Piercing entstanden ist. Dass die Neuregelung zu einem Aussterben von Tattoo- und Piercingstudios führt, ist aber offenbar nicht zu erwarten. "Komplikationen beim Stechen von Tätowierungen oder Piercings treten bislang relativ selten auf. Und wenn doch, sind die Behandlungskosten in Bezug auf in zierte Piercings in der Regel nicht sehr hoch, anders sieht das jedoch bei Tätowierungen aus", sagt Andreas Jesper vom Berufsverband Deutscher Dermatologen.

Andy Schmidt, Vizevorsitzender des Vereins "Deutschlands Organisierte Tätowierer", hält die Diskussion über die Gefährlichkeit von Körperschmuck für "hochstilisiert". Bei einer Tätowierung handele es sich um einen harmlosen subkutanen Eingriff, also direkt unter der Haut. "Wenn Sie sich am Dorn einer Rose im Garten pieksen, ist die Verletzung schon tiefer", sagt Schmidt. Schon allein deshalb seien Komplikationen beim Aufbringen von Tattoos sehr selten.

Verharmlosen dürfe man die Tattoos aber auch nicht, sagt Hautarzt Jesper. So enthielten manche verwendete Farben Schwermetalle, über deren Langzeiteffekte nichts bekannt sei. Enthaltene Azofarbstoffe stünden im Verdacht, krebserregend zu sein. "Das wird von den Herstellern aber nicht deklariert", bemängelt Jesper. Insbesondere die Langzeiteffekte seien nicht zu unterschätzen. So träten beispielsweise durch Sonnenein uss chemische Reaktionen in den Farbstoffen des Pigmentes auf, die zu Störungen des Immunsystems führen könnten. Beim Piercing handele es sich um nichts anderes als eine "Körperverletzung". Dabei gebe es emp ndliche und weniger empfindliche Körperstellen: "Rund um die Augenbrauen, im Intimbereich oder auf der Zunge ist das Risiko einer Gefäß- oder Nervenverletzung sehr groß", sagt der Mediziner. Risikoärmer seien Piercings im Bindegewebe, wo weniger Nerven durchliefen. Auch könnten Entzündungen auftreten, wenn ein Knorpel durchstochen werde. Knorpelfreie Stellen, Ohrläppchen oder Bauchnabel, seien mit weniger Risiko behaftet.

Grundsätzlich ist beim Körperschmuck ein hohes Maß an Hygiene wichtig, und bestimmte Standards sollte ein Studio diesbezüglich erfüllen, bevor man dort ein Tattoo oder ein Piercing anbringen lässt. Dazu gehören etwa der sterile Umgang mit Nadeln oder die Verwendung ausschließlich geprüfter Farben für die Haut.

Entsprechende Standards bei Tätowierungen erfülle der Verein "Deutschlands Organisierte Tätowierer", versichert Vorstandsmitglied Andy Schmidt. Und man könne von der Seriosität eines Studios ausgehen, wenn es Mitglied in dem Tatöwiererverein (Internet: dot-ev.de) sei. Bei den Piercern derweil gibt es die "Erste Organisation Professioneller Piercer" (Internet: oppev.de), die für ihre Mitglieder ebenfalls bestimmte Hygiene- und Materialvorschriften für ihr Handwerk garantiert.

Tritt doch eine Entzündung auf, kann der Ring oder Stecker immerhin einfach wieder herausgenommen werden. "Gegebenenfalls sind zusätzlich Antibiotika nötig", fügt Jesper hinzu. Aber selbst wenn dies dem Patienten vom Arzt privat in Rechnung gestellt werde – die Kosten hielten sich in Grenzen. Bei Tätowierungen sieht dies schon anders aus - die lassen sich nicht so einfach entfernen, wenn es doch einmal Probleme geben sollte. Selten, aber möglich sind etwa allergische Reaktionen. Dann hilft laut Jesper unter Umständen nur, das Tattoo wieder aus der Haut rauszuschneiden.

Besonders aufwendig und teuer wird es, wenn ein Tattoo nach ein paar Jahren nicht mehr gefällt oder unansehnlich geworden ist und mit einem Laser entfernt werden soll. Laut Jesper können dann je nach Behandlungsdauer zwischen 1000 und 2000 Euro fällig werden.
(ddp)

Dies kann allerdings nur auf Initiative des Arztes geschehen. Erst wenn er eine Erkrankung als die Folge eines Tattoos/Piercings einstuft und die Krankenkasse informiert, kann diese unabhängige Gutachter einschalten, die den Fall prüfen. Dies übernimmt der Medizinische Dienst, eine Gemeinschaftseinrichtung der Krankenkassen, wie Udo Barske vom AOK Bundesverband erläutert.

ddp/hap/iha

Haiko Prengel

Tattoo-Star Ting

Tätowierungengelten in China noch immer als Merkmale von Kriminellen und Chaoten.Die Jugend aber emanzipiert sich von dieser Haltung. Ein Besuch beiShanghais bekanntester Tattoo-Künstlerin.
Von Jakob Tanner, Shanghai

Ting, Schanghai, Chris Wroblewski
vergrößern Grüner Irokesenschnitt und Tattoos am ganzen Körper - Shanghais bekannteste Tattoo-Künstlerin ist ein echter Paradiesvogel.
Foto: Chris Wroblewski
 

Gesichtspiercings undkniehohe Lederstiefel, grüner Irokesenschnitt und Tattoos am ganzenKörper: Zhou Danting - genannt Ting - sieht nicht ganz so aus wie einetypische Chinesin. In ihrer Heimatstadt Harbin kannte sie jeder.

Selbstim ultramodernen Shanghai wirkt die 26-Jährige wie ein Paradiesvogelund ist beinahe so etwas wie eine Galionsfigur der noch wachsendenlokalen alternativen Szene. "Keine Ahnung, wie das gekommen ist. Es isteinfach passiert", sagt Ting, "aber ich liebe es."

Ting istTattookünstlerin und hat sich in den knapp drei Jahren in Shanghaieinen hervorragenden Ruf erarbeitet. Gemeinsam mit ihrem irischenLebensgefährten Dylan hat sie ihr Studio von Harbin nach Shanghaiverlegt. Nicht, ohne die Warnungen ihrer Freunde in den Wind zuschlagen.

"Viele rieten ihr davon ab, hierherzukommen",erinnert sich Dylan, der eine Art Manager und Mädchen für alles imTattoo-Studio ist. Doch ihr Lebensgefährte, der seiner Tätigkeit alsEnglischlehrer in Harbin überdrüssig war und in Shanghai wieder ineinem Designbüro anfangen wollte, konnte sie überzeugen. "Anfangs warder Plan: Ich arbeite wieder in meinem alten Bereich und Ting hat einkleines Studio. Doch es kam anders."

Tings Geschäft hob förmlichab. Von Anfang an kamen viele meist ausländische Kunden, die allesamtzufrieden mit neuen Tattoos ihr Geschäft verließen. Tingskünstlerisches Talent trug ebenso zu ihrem Bekanntheitsgrad bei wie ihrAussehen; nicht zu sprechen von der medialen Aufmerksamkeit, die derextravaganten Chinesin zuteilwurde. Bis in das renommierte I-D Magazine schaffte es Ting bereits.



Foto: oh
 

Und dann war da nochihr Engagement in der alternativen Szene Shanghais. Ting unterhielt einchinesischsprachiges Internetforum mit 7000 Usern, die Themen reichtenvon Tattoos bis zu Nachtleben und Musik. Doch das Forum wurdedichtgemacht - vielleicht das einzige Mal, dass die Obrigkeit sichgestört fühlte von Tings Treiben. Ein User veröffentlichte das Bildeines Piercings auf der Webseite. Darauf war auch eine weiblicheBrustwarze zu sehen: Das war das Ende des Forums.

Ting hätteheute aber ohnehin kaum Zeit, sich auch noch um die Seite zu kümmern.Ihr Aufstieg zu Shanghais bekanntester Tattoo-Künstlerin ist einLehrbeispiel für virales Marketing. "Wir haben nie wirklich Werbunggemacht", sagt Manager Dylan. Das größte Anliegen der beiden sei esimmer gewesen, das Tattoo-Studio aus der Schmuddelecke herauszuholen."Die meisten anderen Studios in Shanghai sind genau so, wie man es sichin China leider vorstellt. Wir wollten aber stets einen Ort bieten, andem man gerne abhängt und merkt, das Hygiene das Wichtigste für unsist."




Tattoo-Künstlerin Ting mit ihrem Freund und Manager Dylan
Foto: oh
 

"Es gibt eineeinfache Regel: Die meisten Ausländer wollen chinesische Schriftzeichenund die chinesischen Kunden wollen Sprüche oder Worte auf Englisch",sagt Dylan.

Beides ist im bilingualen Tattoo-Studio keinProblem - und manchmal sind die beiden auch als Korrektoren gefragt,wie sich Dylan immer wieder gerne erinnert. "Einmal kam eineAusländerin in unser Studio und wollte ein weiteres Tattoo. Auf ihremRücken war schon ein chinesisches. Sie dachte, es hieße ‘innereStärke‘." Doch Ting musste ihr Lachen unterdrücken, als sie es sah. Aufdem Rücken der Frau stand der Name einer Biermarke.



China: Sitten und Gebräuche der Drung-Nationalität



Körpertattoos gelten heutzutage als modisch und cool. In der Kultur der Drung-Nationalität in Yunnan gehören Gesichtstattoos zum Körperschmuck.

Die Drung sind die viertkleinste der 55 offiziell anerkannten nationalen Minderheiten in China. Nach der letzten Volkszählung im Jahr 2000 zählen sie 7.426 Menschen. Sie leben vor allem im Autonomen Kreis Gongshan der Drung und Nu, der im Autonomen Bezirk Nujiang der Lisu, im Nordwesten der Provinz Yunnan liegt.

Die Drung-Nationalität ist zahlenmäßig eine kleine Nationalität in China, die hauptsächlich im Talgebiet des Drung-Flusses im nordwestlichen Teil der Provinz Yunnan leben.

Der Drung-Fluss schlängelt sich zwischen zwei mächtigen Gebirgen, dem bis 5.000 Meter hohen Gaoligong und dem 4.000 Meter hohen Dandanglika, hindurch.

Durch die hohen Gebirgszüge ist das Drung-Tal schwer zu erreichen, die Bewohner leben sehr abgeschieden und isoliert. Sie führen ein bescheidenes, fast schon primitives Leben. Das Tal bietet eine wunderschöne Fauna, Fichten und Kiefern säumen das Flussufer und sind für zahlreiche seltene Vögel eine Heimat. Auch etliche Tiere, die in der zivilisierteren Welt keinen Lebensraum mehr finden, leben in diesem ruhigen Tal. Die Natur bietet den Bewohnern aber nicht nur Schönheit, sondern ist auch die Lebensgrundlage. Neben der Nahrung, die sie stellt, werden auch zahlreiche Heilpflanzen gefunden.

Wenn im Oktober der Moliwang Pass im Gaoligong Gebirge zugeschneit ist, dann scheint das Drung-Tal bis zum nächsten Frühling in einen Winterschlaf zu verfallen. Die Talbewohner bleiben dann Monate lang vollständig unter sich, das Tal ist von der Außenwelt abgeschnitten. Um sich auszutauschen, überqueren die Menschen im Drung-Tal den Fluss nicht etwas über Brücken, sondern sie nutzen ein gespanntes Drahtseil oder Rattan.

Die Drung wohnen in Tälern der Hochgebirge, die ein halbes Jahr hindurch schneebedeckt sind. Infolge der schlechten Verkehrsverbindungen war das Drung-Flusstal lange von der Außenwelt isoliert. Man wusste wenig darüber und nannte es das “mysteriöse Flusstal”. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts lebten die Drung noch in der Endphase der Urgesellschaft. Sie lebten vom Ackerbau, der Jagd und dem Sammeln von Pflanzen und Früchten. Es war bei den Frauen Brauch, sich das Gesicht tätowieren zu lassen.

Früher ließen sich die Drung-Mädchen zu Beginn der Pubertät das Gesicht tätowieren, um zu zeigen, dass sie den Kinderschuhen entwachsen sind. Die Muster des Tattoos waren von Stamm zu Stamm unterschiedlich.

Häufig wurden schöne Schmetterlingsmuster tätowiert, weil die Drungs glauben, daß die Seele der Verstorbenen sich in Schmetterlinge verwandelt. Während diese wunderschönen Insekten durchs Tal schweben, ritzen die Tattoomeister mit Bambusnadeln oder scharfen Dornen ihre unvergänglichen Abbilder in die Gesichter der Drung-Mädchen. Die Tattoos werden mit Indigofarbe eingefärbt.

Der Ursprung der Gesichtstätowierung der Drung-Frauen ist unklar. Eine Theorie geht davon aus, dass die Gesichtstätowierung eine Verteidigung gegen Übergriffe eines mächtigen Nachbarstamms war. Der Stamm versklavte die Drung und entführte deren Frauen. Die Drung-Frauen versuchten, ihr Gesicht durch die Tattoos zu entstellen, um so den Entführern zu entgehen.

Andere sehen in den Tattoos einen traditionellen Körperschmuck der Drung-Frauen. Dieser Idee zufolge sähen sie mit ihren Tattoos noch schöner aus als zuvor.

Wieder andere werten die Tattoos als Merkmal der Stammeszugehörigkeit, als Identifikation. Die Tattoos könnten aber auch ein Schutz vor bösen Geistern sein.

Heute kann man in Tal des Drung-Flusses immer noch Frauen mit tätowierten Gesichtern sehen. Dennoch stirbt diese alte Sitte seit Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts aus. Die modernen Drung-Frauen finden Gesichtstätowierungen unschön.

Zirka 60 tätowierte Frauen gibt es derzeit noch im Drung-Tal. Die Jüngste unter ihnen ist Dong Chunlian, die im Jahr 1953 geboren wurde. Anders als andere Drung-Frauen, die ein zurückgezogenes Leben im Tal führen, hat Dong Chunlian ihre Heimat verlassen, um ihre Nationalität bekannt zu machen. Sie nahm im Jahr 2000 an der ethnischen Expo auf Taiwan teil und hat in ihrer Mission sogar Japan besucht.

Die Drung-Leute wohnen meist in Dörfern an den Berghängen zu beiden Ufern des Flusses. Die meisten traditionellen Wohnhäuser werden aus Holz oder Bambus gebaut. Darin gibt es mehrere Feuerbecken; jedes davon symbolisiert eine kleine Familie. Nach der Heirat der Kinder werden Haushalt und Vermögen nicht aufgeteilt. Drung-Teppiche, mit bunten Baumwollfäden und Hanf gefertigt, sind eine traditionelle Spezialität. Tagsüber diente der Teppich als Umhang und in der Nacht als Bettdecke. Heute sind Drung-Teppiche allerdings meist nur noch Schmuck.

Die Drung-Leute lieben Gesang und Tanz und haben eine eigene Sprache, aber keine eigene Schrift.
Die Sprache der Drung gehört zu den nungischen Sprachen und wird auch von einem Teil der Nu, die im selben Gebiet leben, gesprochen.

Ein Teil von ihnen spricht Chinesisch. Die Drung-Leute gelten als ehrlich und noch sehr naturverbunden. Sie halten sich streng an die Regel, dass jeder Gegenstand einen Besitzer hat und niemand etwas an sich nimmt, was er irgendwo findet.

Früher vergötterte die Drung-Nationalität die Natur. Ihr traditionelles Jahresfest heißt “Kaquewa”. Der Feiertag wird im letzten Monat des Jahres gefeiert. Dabei wird viel gesungen, getanzt, getrunken und gegessen. Man besucht Verwandte und Freunde oder bricht zu einem feierlichen Jagdzug auf.


Quellen:
Chinabroadcast

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Ganzkörper-Scanner: "Das ist FKK auf dem Flughafen"

Der Vorschlag war gut versteckt. Im "Annex zur Durchführungsverordnung für die Luftsicherungsverordnung (EC) Nr. 300/2008", Teil A, Ziffer 1,d schreibt die Brüsseler EU-Kommission, dass künftig auch "Ganzkörper-Scanner" zur Durchleuchtung von Fluggästen zugelassen werden sollten, um das Fliegen vor Anschlägen noch sicherer zu machen. Mehr nicht. Warum auch? Für die Brüsseler Bürokratie ist dies ein technisches Problem, das die Ministerialbeamten von Kommission und EU-Mitgliedsländern in den dunklen Sitzungsräumen des Justus-Lipsius-Gebäudes im Europaviertel lautlos durchwinken sollten.

Das geht jetzt nicht mehr. Das Europäische Parlament hat sich eingeschaltet und Rabatz gemacht. Die Abgeordneten, egal, ob von rechts oder links, schimpfen über die "Nackt-Scanner" und einen "Angriff auf die Würde des Menschen". Das hat Gründe. Die neuen Scanner durchleuchten mithilfe elektromagnetischer Strahlen selbst die Unterwäsche, die Körper erscheinen nackt auf dem Bildschirm, dreidimensional. Speckröllchen, Brustamputationen, Genitalien, Body-Piercing im Intimbereich - alles soll künftig sichtbar sein für die Männer und Frauen vom Sicherheitsdienst. "Die entwürdigenden Kommentare jener, die sich diese Bilder betrachten werden, kann ich mir leider schon jetzt gut vorstellen", sagte die EU-Parlamentariern Eva Lichtenberger (Grüne). "Das ist FKK auf dem Flughafen", meinte ein anderer Abgeordneter, der ungenannt bleiben wollte. Dabei geht es auch um eine grundsätzliche Frage: Was ist wichtiger, Terrorbekämpfung oder Datenschutz und die Intimsphäre? Für EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani ist klar: Der Ganzkörper-Scanner kann anders als herkömmliche Metalldetektoren auch erkennen, ob ein Passagier Waffen aus Glas oder Keramik am Körper hat. Außerdem sei das Gerät viel schneller und kostengünstiger als die langwierigen Abtastungsprozeduren durch Sicherheitspersonal. In London, Zürich, New York, Los Angeles, Phoenix und Sydney seien die Geräte bereits im Einsatz. Wo liegt also das Problem?

Der SPD-Abgeordnete Wolfgang Kreissl-Dörfler ist besorgt: "Es gibt bisher keinen Beweis, dass die Scanner-Bilder mehr Sicherheit bieten als das Abtasten und damit einen solch schweren Eingriff in die Privatsphäre wirklich rechtfertigen. Zudem sind die Gesundheitsrisiken für den einzelnen Passagier bisher völlig unklar."

Nun ist es so, dass die Abgeordneten beim "Nackt-Scanner" eigentlich keine Mitspracherechte haben. Die Einführung unterliegt dem sogenannten Komitologie-Verfahren und ist damit eine Angelegenheit für Fachbeamte. Allerdings lässt das komplizierte Brüsseler Gesetzesgestrüpp eine kleine Tür für die Parlamentarier offen. Und die wollen sie jetzt nutzen. Denn der Verkehrsausschuss kann die Entscheidung per Resolution ins Parlament zurückholen. Das ist bisher zwar noch niemals passiert, aber Verkehrskommissar Tajani, der zuvor jahrelang EU-Abgeordneter war, wittert die Gefahr. Er will seinen ehemaligen Kollegen jetzt entgegenkommen. "Wir haben ihm Bedingungen gestellt, und er hat sie akzeptiert", sagte Georg Jarzembowski, verkehrspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im EU-Parlament, der WELT.

Wichtigste Änderung gegenüber dem Vorschlag der Kommission: Kein Passagier darf gezwungen werden, durch einen Körper-scanner zu gehen - wer will, kann wie bisher abtasten lassen. Die Kontrolleure müssen abgeschirmt von fremden Blicken sitzen, Bilder dürfen nicht gespeichert werden. Und weibliche Flugreisende können darauf bestehen, nur von Frauen durchleuchtet zu werden. Das, so hofft man, soll auch Bedenken von Muslimen zerstreuen.

Unklar ist bisher, was die Bundesregierung von den Brüsseler Plänen hält. Stimmt sie dagegen, könnte die Durchführungsverordnung der Brüsseler Gesetzesbehörde doch noch im Papierkorb landen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird sich voraussichtlich heute erstmals dazu äußern. Die EU-Innenminister treffen sich am Morgen in Luxemburg. Die "Nackt-Scanner" stehen nicht auf der Tagesordnung, aber letztlich dürften sie alle anderen Themen in den Schatten stellen.

Die deutsche Bundespolizei will jedenfalls nicht überrascht werden. Sie wird die neuen Durchleuchtungsgeräte schon in ein paar Wochen prüfen. Dabei sollen auch rechtliche Fragen geklärt werden. "Erst wenn klar ist, ob dieser Scanner unseren Anforderungen entspricht, wird über einen Praxistext entschieden", sagte ein Sprecher.


Von Christoph B. Schiltz 24. Oktober 2008

Tattoos für Nachteulen


Sie sind bei normalem Tageslicht fast nicht zu sehen, leuchten im Schwarzlicht aber in grellen Neonfarben: UV-Tätowierungen. Besonders für Jugendliche haben die außergewöhnlichen Tattoos ihren Reiz. Die Eltern bemerken nichts und in der Disco kommen sie groß raus. Doch bisher ist nicht geklärt, wie gefährlich die importierten Farben sind.

Frantz Kämpf gehört zu den stolzen Besitzern eines UV-Tattoos. Er ist Mit-Inhaber des Tattoo-Studios "Dänemark" auf dem Kiez. Vor mehr als drei Jahren ließ er sich die leuchtenden Farben als chinesische Zeichen in seinen linken Unterarm einbringen: "Ich wollte etwas Außergewöhnliches und Farbiges haben." Angst vor einer Schädigung hat er nicht. "Was ist heutzutage schon ungefährlich? Wahrscheinlich ist Rauchen schlimmer."

In letzter Zeit hatte Kämpf nur wenig Kundenanfragen nach UV-Tätowierungen. Ärgerlich für den Tätowierer. Denn eine kleine Flasche mit dem leuchtenden Stoff kostet stolze 100 Euro. Binnen drei Monaten trocknet die extra aus den USA importierte Flüssigkeit aus.

"Der UV-Trend ist in zwei Jahren bestimmt wieder verschwunden", sagt Andreas Schmidt, zweiter Vorsitzender der Deutschen Organisierten Tätowierer. "Wir raten davon ab, sich damit tätowieren zu lassen, und raten auch den Tätowierern ab, solche Tattoos zu stechen." Wer wirklich ein Tattoo wolle, der lasse sich noch immer ein Sichtbares machen. Die UV-Bilder hätten mit echten Tattoos jedenfalls nichts zu tun. Schmidt glaubt, dass die Farben schädlich sind. Seine Organisation lässt sie jetzt betesten.

Auf der Verpackung der Tätowierfarbe steht wenig zu den Inhaltsstoffen. "Aber anscheinend sind es Stoffe, die wir täglich nutzen", sagt Dr. Wolfgang Kimmig vom UKE. "Ähnliche Stoffe befinden sich in Zahnpasta und Waschmittel" - deshalb leuchten frisch geputzte Zähne und weiße Kleidung unter Schwarzlicht. "Klar kann es zu Hautreizungen oder Ekzemen kommen", sagt der Oberarzt, "aber das kann auch bei anderen Tattoos passieren."

Zitat:
"In der UV-Farbe sind Stoffe wie im Waschmittel" Dr. Wolfgang Kimmig, UKE "UV-Bilder haben mit echten Tattoos wenig zu tun " Andreas Schmidt, Tätowierer

Ressort: HH Hamburg
Text: JANA TILZ
Hamburger Morgenpost: 20.10.2008

Vasantham Central

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Immortal Tattoos, Singapore will be featured on Vasantham Central on the 23rd October 2008 @ 10PM

This is the first ever appearance on the media (Locally) by Immortal Tattoos, Singapore.

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Bodypointing - Die neue Art mit Swarovski-Strass zu piercen

Strass
Ein Piercing ist bei Jugendlichen total angesagt. Aber viele schrecken vor dem Risiko vor Entzündungen, nachhaltiger Entstellung und Schmerzen ab. Das Bodypointing ist der Ausweg für alle, die sich gerne mit Körperschmuck schmücken wollen aber jedes Risiko ausschließen wollen. Beim Bodypointing werden Strasssteine mit einem Klebstoff bestrichen und auf die gewünschten Körperpartien aufgetragen.

Ein Piercing ist bei Jugendlichen total angesagt. Am Bauchnabel, der Augenbraue, an den Ohren oder an vielen anderen Stellen ist es nicht nur ein Blickfang sondern auch ein Signal an die Umwelt des Trägers. Auf eine simple Aussage reduziert bedeutet das Tragen eines Piercings: „Ich bin selbstbewusst und mag meinen Körper, und wenn dir das Piercing und anderes an mir nicht gefällt, ist das nicht mein Problem.“

Das Piercing wie wir es heute kennen, ist, was viele Menschen überraschen dürfte, in der westlichen Kultur keine neue Erscheinung. Das Brustwarzenpiercing war in Europa schon in früheren Jahrhunderten bekannt. Diese Form der Körperkultur blieb jedoch weitestgehend eine auf kleine höfische Kreise beschränkte Mode. Lediglich das Durchstechen der Ohrlöcher fand auch früher schon innerhalb der Gesellschaft eine gewisse Verbreitung, wurde aber vor allem durch die Hippies in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts kultiviert und später von allen Gesellschaftsschichten übernommen.

In anderen Kulturen und Ethnien wurden bereits vor tausenden von Jahren verschiedene Haut- und Körperstellen durchstochen und mit traditionellem Körperschmuck versehen. Dabei hatten diese Piercingpraktiken nicht nur eine schmückende Funktion, sondern dienten häufig auch der Abgrenzung zu anderen Volksstämmen oder der symbolischen Darstellung eines bestimmten gesellschaftlichen Status.

In der westlichen Kultur wurde Piercing ab der Mitte der 1990er Jahre immer populärer und ist heutzutage fest als modisch-kulturelles Phänomen in der Gesellschaft etabliert. Speziell in der Jugendkultur ist Piercing ein weit verbreitetes Phänomen, das immer skurrilere Blüten trägt. Ein Nasen- Ohr oder Zungenpiercing ist heute keine allzu große Sache mehr. Piercing im Intimbereich, und das sowohl bei Frauen als auch bei Männern, ist dagegen eine nicht unbedingt alltägliche Erscheinung. Hier manifestieren sich bestimmte sexuelle Wünsche, Vorlieben und Phantasien und unterstreichen die Bedeutung von Sex in Verbindung mit bestimmten Formen ästhetischen Körperempfindens.

Alle Formen von Piercing bürgen bestimmte Gefahren und Risiken wenn die Durchführung beim Stechen nicht professionell vorgenommen wird. Infektionen, Schmerzen und Narbenbildungen sind hier nicht selten Folge von zu laxer Handhabung. Auch körperliche Abwehrreaktionen gegenüber Bestandteilen des Schmucks können auftreten.

Für alle, die Körperschmuck mögen, sich aber aus den verschiedensten Gründen nicht trauen piercen zu lassen, kann eine andere Art des Körperschmucks empfohlen werden.
Ein Körperschmuck, der flexibel in der Handhabung, vollkommen schmerzlos und ohne jegliche Folgeschäden ist. Die Rede ist vom Bodypointing.

Beim Bodypointing werden Strasssteine (u.a. von Swarovski, Unique oder anderen Herstellern) auf gewünschte Stellen des Körpers platziert. Mit Hilfe eines bestimmten Hautklebers können die beschichteten Strasssteine ganz einfach am Körper angebracht und auf Wunsch wieder entfernt werden. Der Kreativität ist hier keine Grenze gesetzt. Gesicht oder Körper können nach eigenen Ideen gepointet werden, ohne Sorge vor Verletzungen oder Wundinfektionen haben zu müssen.

Ferner gibt es auch schon fertige Strass-Tattoos, wo man nicht extra noch einen Kleber dazu kaufen muss (www.gogoritas.com/2160_deu.html oder www.strass.com/index.php) Die ganze Welt rund um den Strassstein und vieles mehr finden Sie in Internetshops www.gogoritas.com oder www.strass.com.
Schauen Sie mal vorbei.


Autor:
Larsen Christensen
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Tätowierter durfte nicht im Bus mitfahren

Buslenker ließ jungen Fahrgast wegen seiner Tattoos nicht mitfahren. Der 21-Jährige kam zu spät zur Arbeit. ÖBB-Sprecher ist nun um eine Entschädigung bemüht.


Wolfgang B. (21) hatte ein gültiges Ticket - trotzdem durfte er nicht in den Bus zur Arbeit einsteigen. Foto: phino

Der 21-jährige Wolfgang B. aus Friesach staunte nicht schlecht, als er gestern mit dem Bus zu seinem Arbeitsplatz nach Althofen fahren wollte. Die Betonung liegt auf wollte, denn der Busfahrer nahm den angehenden Tätowierer einfach nicht mit. "Der Buslenker sagte, so wie du aussiehst und nach Zigaretten stinkst, nehme ich dich nicht mit", schildert Bierbaumer, der ein gut sichtbares Tattoo am Hals trägt. Er war, wie schon bei vielen Bus- und Zugfahrten zuvor, mit einem gültigen Fahrschein unterwegs.

Zu spät gekommen. Zur Arbeit im Boa-Tattoo-Studio in Althofen kam Bierbaumer dann zu spät, denn erst der Chauffeur vom nächsten Bus nahm ihn mit. "Ich kann nicht glauben, dass so etwas passiert. Das können sich die ÖBB nicht leisten, Menschen aufgrund ihres Aussehens zu verurteilen. Ich verlasse mich darauf, dass meine Mitarbeiter pünktlich zur Arbeit kommen, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln", ist Wolfgang B. Ausbilder, Günther P., entsetzt.

Bedauern bei den ÖBB. Die ÖBB bedauern den Vorfall. "Ja, es ist leider passiert. Es war eine Fehlleistung des Lenkers. Wir entschuldigen uns beim Fahrgast", sagt ÖBB-Kärnten-Sprecher, Christoph Posch. Mit "ein bis zwei Freifahrten" wollen die ÖBB den Vorfall wieder gut machen. Lange wird Wolfgang B. sowieso nicht mehr auf "Öffis" angewiesen sein: "Ich mache jetzt gerade den Führerschein."


MELANIE FANZOTT

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Drachen ins Gesicht tätowiert - vergebens

Zwei indonesische Arbeitslose haben sich einen Drachen aufs Gesicht tätowieren lassen, weil ein Beamter dies als Voraussetzung für eine Stelle beim Geheimdienst. Aus dem Job wurde nichts, das Tattoo blieb.



Drache im Gesicht: Einer der beiden unglücklichen Arbeitslosen
(Bild: SURYA DAILY)

Teuer bezahlt haben zwei arbeitslose Männer in Bojonegoro in Indonesien ihre Bereitschaft, um jeden Preis einen Job zu finden. Beide liessen sich einen Drachen tätowieren, und zwar mitten aufs Gesicht - weil man ihnen sagte, dies sei Voraussetzung für einen Job beim Geheimdienst.


Der Dorfälteste Sawiyono hatte den beiden Männern das seltsame Stellenangebot vermittelt, wie die indonesische Nachrichtenagentur Antara berichtet. Er behauptet, er habe eine SMS von einem Regierungsbeamten erhalten, der den beiden Männern einen Job beim Geheimdienst in Aussicht stellte. Allerdings müssten sie zuerst einen Drachen auf ihr Gesicht tätowieren lassen. Als Sawiyono später bei den Bezirksbehörden nachfragte, musste er einsehen, dass er hereingelegt worden war - und mit ihm die beiden Arbeitslosen.

«Ich bin verantwortlich für das Unglück», seufzt Sawiyono। «Ich werde alles dafür tun, dass die Männer ihr Tattoo wieder loswerden।»


Die tätowierten Arbeitslosen haben bei der Polizei Anklage erhoben und befinden sich zur Zeit im Krankenhaus in Behandlung.


Quelle: www.20min.ch

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Ed Hardy-Handy

In Zeiten, in denen Handys weit mehr sind als ein Kommunikationsgerät, hat der Mobilfunk-Provider The Phone House eine neue Kooperation geschlossen. Im Laufe der nächsten Wochen wird das Münsteraner Unternehmen das S500i von Sony Ericsson in einer Special Edition auf den Markt bringen - exklusiv in Deutschland
Ed Hardy - Handy

Mit an Bord sind darüber hinaus eine Zwei-Megapixel-Kamera mit vierfachem Digitalzoom, ein MP3-Player und Bluetooth-Schnittstelle. Durch die integrierte Quadband-Antenne ist das Telefon rund um den Erdball in GSM-Netzen nutzbar. UMTS-Unterstützung fehlt allerdings. Schnelle Datenverbindungen sind aber immerhin noch über EDGE möglich.

Das S500i Ed Hardy special edition soll im Laufe des Herbstes bei The Phone House bundesweit in den über 215 Shops sowie online angeboten werden. Über den Preis machte das Unternehmen auf Anfrage noch keine Angaben. Dieser soll erst im Laufe der nächsten Wochen festgelegt werden.



Hayo Lücke - onlinekosten.de GmbH

Bundesgesetzblatt Verordnung 141: § 2.1



Öfter kommen Eltern mit ihren 15 - 17 Jährigen Nachwuchs in unser
Tattoo & Piercing Studio mit der Meinung:

Sie hätten das Recht über den Körper ihres Nachwuchs zu entscheiden.
Seit 2003 ist es Gesetzlich verankert.
(Bundesgesetzblatt Verordnung 141: § 2.1)

Das Piercen und Tätowieren bedürfen der rechtswirksamen schriftlichen Einwilligung der zu piercenden oder zu tätowierenden Person.
Das Piercen von Minderjährigen bedarf zusätzlich der rechtswirksamen schriftlichen Einwilligung der mit der Pflege und Erziehung des Minderjährigen betrauten Person.
Handelt es sich bei der zu piercenden Person um einen mündigen Minderjährigen,
entfällt die Einwilligungspflicht, wenn zu erwarten ist,
dass die gepiercte Stelle innerhalb von 24 Tagen heilt.

Das Tätowieren von Minderjährigen ist verboten.


Bundesministerium für Justitz: Infoblatt

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